Freitag, 06.03.2026

Kita Europaviertel erhält 1000 Euro für Ausbau zum MINT Labor

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Die städtische Kindertagesstätte Europaviertel hat am Donnerstag, 5. März, eine Spende in Höhe von 1000 Euro für die Weiterentwicklung ihres MINT Bereichs entgegengenommen. Die Mittel sollen dazu beitragen, die bestehende Holz und Töpferwerkstatt zu einem modularen MINT Labor weiterzuentwickeln. Bei der Übergabe waren neben Vertretern des Unternehmens auch Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher, Mitarbeitende der Abteilung Kindertagesstätten und Vertreterinnen und Vertreter des Fördervereins anwesend.

Spende und zusätzliche Ausstattung

Die netorium AG sammelte über eine Aktion auf LinkedIn Interaktionen, die zunächst 680 Euro erbrachten und anschließend von dem Unternehmen auf 1000 Euro aufgestockt wurden. Zudem stellte das Unternehmen Moravia Consulting spontan einen aus Holz gefertigten Cubetto Lernroboter zur Verfügung. Der Roboter ermöglicht Kindern ab drei Jahren einen spielerischen Einstieg in Programmierkonzepte ohne Bildschirm.

Vertreter von netorium hoben hervor, dass das Unternehmen die Begeisterung für Technik und Entwicklung teilen wolle und MINT Projekte deshalb bewusst fördere. Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher betonte bei der Übergabe, dass frühe MINT Bildung Chancengleichheit und Zukunftskompetenzen stärke. Kinder gewönnen durch forschendes Lernen Selbstvertrauen und Orientierung für ihren weiteren Bildungsweg, so Becher.

Kita mit klarem MINT Schwerpunkt

Die Kita Europaviertel verfolgt seit mehreren Jahren einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich MINT. In der Einrichtung werden 147 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in sieben Gruppen von 29 Mitarbeitenden betreut. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist das Freinet Konzept, das Lernen an Alltagssituationen ausrichtet und forschendes Handeln fördert.

Seit 2014 läuft das Projekt „Der Rote Koffer“ in Kooperation mit Martin Hezel, das handwerkliche Tätigkeiten mit Elementen früher informatischer Bildung verbindet. Regelmäßig gehörten Projekte wie ein Parkour für die Logo Maus, eigene Toniboxen oder Experimente mit Elektronik zum Kita Alltag. Die Einrichtung wurde 2020 erstmals als Haus, in dem Kinder forschen, zertifiziert; zwei weitere Zertifizierungen folgten.

Ausblick und Vernetzung

Die Spende soll in einen modularen Ausbau des vorhandenen Werkstattbereichs fließen. Ziel ist, das Angebot stärker auf forschendes Lernen auszurichten und den Kindern mehr Möglichkeiten zu geben, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen eigenständig zu erkunden. Perspektivisch sollen Materialien auch anderen Einrichtungen zugänglich gemacht werden, sodass das Angebot über die einzelne Kita hinaus wirksam wird.

Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Netzwerkpartnerschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der Stiftung Kinder forschen. Seit Januar 2025 ist die Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege Teil des regionalen Netzwerks ‚Wer? WI? Was? – Kinder forschen in und um Wiesbaden‘. Über das Netzwerk erhalten pädagogische Fachkräfte Fortbildungen und Einrichtungen können sich zertifizieren lassen. Nach der Spendenübergabe wurden die nächsten Planungsschritte für die Integration der neuen Angebote in den Kita Alltag konkretisiert.

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