Die Feuerwehr Rüsselsheim ist im Jahr 2025 zu 1.108 Einsätzen ausgerückt. Für diese Einsatztätigkeit standen 248 haupt- und ehrenamtliche Kräfte zur Verfügung. Bei der Jahreshauptversammlung zog die Leitung eine positive Bilanz und wies zugleich auf bevorstehende personelle Veränderungen und intensive Nachwuchsarbeit hin.
Einsatzzahlen und besondere Rettungen
Von den mehr als 1.100 Alarmierungen stachen mehrere Einsätze mit Personenrettungen hervor. Unter anderem wurden 21 Menschen aus einem brennenden Gebäude in der Lenbachstraße gerettet. Bei einem weiteren Wohnungsbrand in der Albert-Schweitzer-Straße mussten vier Personen aus dem Gebäude geborgen werden. Die Leitung bezeichnete das System aus haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften als gut funktionierend und besonders leistungsfähig.
Leitung, Struktur und künftige Nachfolge
Feuerwehrchef Jörg Wintermeyer wird im September nach 37 Jahren als hauptamtlicher Feuerwehrmann in den Ruhestand gehen. Oberbürgermeister Patrick Burghardt würdigte die Arbeit der Einsatzkräfte und dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz. Burghardt hob zugleich Wintermeyers organisatorische Maßnahmen hervor. Unter seiner Leitung seien Aufgaben des Zivil- und Katastrophenschutzes in einer eigenen Abteilung gebündelt worden. Zudem habe Wintermeyer Konzepte zur Kostenreduzierung eingebracht, die die Investitionsmöglichkeiten der Stadt in Ausstattung und Sicherheit erhalten sollen.
Als künftigen Nachfolger begrüßte die Stadt Thorsten Fuchs. Auf der Versammlung folgten neben dem Jahresrückblick des Wehrleiters weitere Berichte des Feuerwehrsprechers sowie der Verantwortlichen für Kinder und Jugend und für Brandschutzerziehung.
Jugendfeuerwehr und Kinderarbeit
Die Nachwuchsarbeit verzeichnete Zuwächse. In den vier Jugendfeuerwehren waren 2025 insgesamt 80 Jugendliche aktiv, davon 64 Jungen und 16 Mädchen. Fünf von ihnen wechselten bereits in eine aktive Einsatzabteilung. Leonie Schlegel von der Freiwilligen Feuerwehr Haßloch übernahm die Aufgabe der Stadtjugendfeuerwehrwartin und ist die erste junge Frau in dieser Position.
Die Mitgliederzahlen in der Kinderfeuerwehr stiegen deutlich von 29 im Vorjahr auf 42 Kinder. Ein Kind ist inzwischen bereits in die Jugendfeuerwehr gewechselt.
Prävention und Bildungsangebote
Brandschutzerziehung und Aufklärung richten sich vor allem an Kinder im Kita und Grundschulalter. Für die Arbeit steht unter anderem ein Gerätewagen mit einem Rauchhaus, einem Telefonkoffer und weiteren kindgerechten Materialien zur Verfügung. Im Berichtsjahr nutzten 30 Einrichtungen dieses Angebot, darunter 18 Kitas, neun Grundschulen und drei weiterführende Schulen. Zudem fanden 32 Wachbesuche von Kitas und Schulen statt.
Beim bundesweiten Aktionstag Girls‘ und Boys‘ Day nutzten zehn Teilnehmerinnen im Alter von zwölf bis 16 Jahren die Gelegenheit, das Tätigkeitsfeld der hauptamtlichen Kräfte kennenzulernen.
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