Am Oberlandesgericht Frankfurt hat der Prozess gegen drei Männer begonnen, die im Verdacht stehen, im Auftrag Russlands einen Ukrainer ausspioniert zu haben. Der Vorfall ereignete sich in einem Café in Frankfurt, wo die Verdächtigen von Spezialkräften der hessischen Polizei festgenommen wurden. Ein weiteres Mitglied namens ‚Mikael‘ informierte die Behörden über das geplante Treffen, um möglichen Mordplänen entgegenzuwirken.
Die Anklage führt den Vorwurf geheimdienstlicher Aktivitäten und potenzieller Verbindungen zu Kriegsverbrechen in der Ukraine an. Elektronische Spuren auf den Handys der Beschuldigten lassen auf eine geplante Operation gegen ‚Mikael‘ schließen. Es bleibt jedoch unklar, ob die Männer tatsächlich im Auftrag Russlands handelten und ob eine beabsichtigte Ermordung geplant war. Der Rechtsanwalt eines der Angeklagten betont, dass sein Mandant unwissentlich in die Situation verwickelt wurde und lediglich als Fahrer fungierte.
Der Fall wirft wichtige Fragen nach den Grenzen zwischen Geheimdienstarbeit, Patriotismus und Kriegsverbrechen auf, die im Verlauf des Prozesses genauer beleuchtet werden.

