In Deutschland gibt es ein großes Problem mit Erbschleicherei, bei der betrügerisch Vermögen von Erblassern erlangt wird. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sind von dieser problematischen Praxis betroffen. Jährlich werden in Deutschland rund 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt, wobei davon geschätzte 400 Millionen Euro auf den Konten von Erbschleichern landen.
Erbschleicher gehen dabei strategisch vor und nutzen verschiedene Methoden, um sich das Vermögen anderer anzueignen. Diese betrügerischen Machenschaften haben schwerwiegende Auswirkungen, die sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen treffen können und im schlimmsten Fall sogar Unternehmensinsolvenzen zur Folge haben.
Der besorgniserregende Aspekt ist, dass Erbschleicherei in Deutschland nicht automatisch als Straftat gilt, es sei denn, es sind weitere strafbare Handlungen wie Urkundenfälschung involviert. Angesichts dieser Tatsache gibt es Bestrebungen, die Gesetzeslage zu ändern, um insbesondere Senioren besser vor derartigen Betrügereien zu schützen.
Es wird hervorgehoben, wie wichtig es ist, schnell auf Verdachtsfälle von Erbschleicherei zu reagieren und konkrete Beweise vorzulegen. Der rechtliche Kampf gegen Erbschleicher kann außerdem mit erheblichen Kosten und Mühen verbunden sein. In diesem Kontext könnten geplante Gesetzesänderungen dazu beitragen, Senioren effektiver zu schützen und den Kampf gegen Erbschleicherei zu intensivieren.

