Nach jahrzehntelanger Forschung wurden zwei bisher unbekannte Frühwerke von Johann Sebastian Bach identifiziert und in einem bemerkenswerten Ereignis in der Thomaskirche in Leipzig präsentiert. Die Entdeckung dieser Orgelkompositionen, die lange Zeit im Bach-Archiv Leipzig verborgen waren, stellt einen bedeutenden Schritt in der Bach-Forschung dar.
Die Werke, Chaconnen in d-Moll und g-Moll, konnten Bach zugeordnet werden, als er nur 18 Jahre alt war. Salomon Günther John spielte eine entscheidende Rolle, indem er die Schriften abschrieb, die über 320 Jahre lang unbeachtet blieben. Durch musikalische Fingerabdrücke und Stilvergleiche mit Bachs späteren Stücken wurde die Zuordnung bestätigt.
Die erstmalige Aufführung dieser lange verschollenen Stücke in der Thomaskirche markiert einen historischen Moment. Der renommierte Organist Ton Koopman führte die Werke mit beeindruckendem Können auf und brachte damit Bachs Frühwerke wieder zum Leben.
Die Entdeckung und Zuordnung dieser Frühwerke gewähren uns faszinierende Einblicke in Bachs Jugendzeit und seine musikalische Entwicklung. Dieser Fund wurde als nationales Ereignis gefeiert und trägt maßgeblich zum Verständnis und zur Wertschätzung von Bachs musikalischem Schaffen bei.
Auch interessant:
- Gustav Klimt’s „Bildnis Elisabeth Lederer“ Sells in New York for Record-Breaking $236.4 Million at Sotheby’s Auction
- Abundo: Die Revolution der Kulturflatrate – Mehr Kulturgenuss, weniger Kosten
- Digitale Gewalt gegen Frauen: Prominente und politisch engagierte Frauen wehren sich gegen Hass und Bedrohungen im Netz

