Die Studie ‚Femizide in Deutschland‘ hat sich intensiv mit den Tötungen von Frauen beschäftigt, die aufgrund ihres Geschlechts verübt werden. Es wurde festgestellt, dass Femizide verschiedene Motive haben, die von gescheiterten Beziehungen bis hin zu tief verwurzelten sexistischen Überzeugungen reichen.
Die Analyse von mehr als 50.000 Seiten Aktenmaterial aus fünf Bundesländern ermöglichte es, 133 von 197 untersuchten Tötungsdelikten als Femizide zu klassifizieren. Dabei wurde zwischen einem breiteren und engeren Femizidbegriff differenziert, abhängig von den Motiven hinter der Tat.
Unterschiedliche Beweggründe wie gescheiterte Beziehungen, sexueller Bezug oder psychische Erkrankungen wurden identifiziert. Trotz fehlender eindeutiger Muster zeigen die Femizide eine Vielfalt an Motivationen.
Ein zentraler Aspekt, der aus der Studie hervorgeht, ist die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen und Schutzvorkehrungen für betroffene Frauen. Die Schaffung sicherer Unterkünfte und Bildungsarbeit wurden als wichtige Ansätze zur Verhinderung von Femiziden identifiziert.
Des Weiteren wird betont, dass niedrigschwellige Hilfe und Unterstützung für betroffene Frauen von entscheidender Bedeutung sind. Diese Maßnahmen könnten dazu beitragen, das Risiko von Femiziden zu reduzieren und Frauen in gefährdeten Situationen besser zu schützen.

