Der soziale Aufstieg in Deutschland gestaltet sich zunehmend schwierig, besonders für Kinder aus einkommensschwachen Familien. Eine aktuelle Studie verdeutlicht, dass die Chancengleichheit abnimmt und der Einfluss des Elternhauses auf Bildung und Einkommen der Kinder deutlich zugenommen hat.
Untersuchungen zeigen, dass der Anteil von Akademikerkindern, die ein Studium beginnen und einen Masterabschluss erwerben, im Vergleich zu Nichtakademikerkindern signifikant höher ist. Dies spiegelt sich auch im steigenden Rang-Rang-Koeffizienten wider, der den ansteigenden Einfluss der Eltern auf das spätere Einkommen ihrer Kinder verdeutlicht.
Deutschland verliert international betrachtet an sozialer Mobilität und befindet sich nun auf einem niedrigen Niveau. Andreas Peichl, führender Experte des ifo-Instituts, betont die dringende Notwendigkeit von Chancengerechtigkeit, verstärkten Investitionen in frühkindliche Bildung und einer geringeren Abhängigkeit vom Elternhaus.
Es wird hervorgehoben, dass soziale Aufstiegschancen nicht nur für das Wirtschaftswachstum entscheidend sind, sondern auch für die Stabilität der Demokratie von großer Bedeutung. Die vorliegende Studie macht deutlich, dass Deutschland mit einer abnehmenden Chancengleichheit und sozialen Mobilität konfrontiert ist.
Für die Förderung talentierter Menschen und Innovationen sind verstärkte Bildungsinvestitionen und Maßnahmen zur Steigerung der Chancengerechtigkeit unabdingbar. Die politischen Entscheidungsträger sowie die Gesellschaft werden dazu aufgefordert, die sozialen Aufstiegschancen zu verbessern und spezielle Unterstützung für Erstakademiker bereitzustellen.
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