Die Weltgesundheitsorganisation hat auf einer Konferenz in Genf über Maßnahmen zur Bekämpfung des Tabakkonsums beraten. In diesem Rahmen wurde unter anderem die Möglichkeit eines Verbots von Zigarettenfiltern und Aromastoffen in E-Zigaretten diskutiert. Die 183 Vertragsstaaten der Anti-Tabak-Konvention setzten sich intensiv mit dem Thema auseinander und erörterten verschiedene Ansätze im Kampf gegen den Tabak- und Nikotinkonsum.
Insbesondere die Lobbyarbeit der Tabakkonzerne stand im Fokus der Diskussion. Es wurde angemerkt, dass die Branche durch die Verwendung von verschiedenen Geschmacksrichtungen versucht, insbesondere Kinder und Jugendliche anzulocken. Zudem wurde die Umweltverschmutzung durch Zigarettenkippen und Plastikfilter thematisiert, wobei die Notwendigkeit einer nachhaltigen Lösung betont wurde.
Deutschland erhielt in den Berichten der Weltgesundheitsorganisation regelmäßig schlechte Bewertungen bezüglich seiner Maßnahmen im Kampf gegen Tabak und Nikotin. Ärzte und die WHO sprechen sich daher vehement für konkrete Maßnahmen wie das Verbot von Aromastoffen und Kunststofffiltern aus, um den Tabak- und Nikotinkonsum einzudämmen. Es wird betont, dass die Bemühungen der Industrie, die Anti-Tabak-Initiativen zu untergraben, kontinuierlich überwacht werden müssen. Zudem setzen sich die Experten für eine Erhöhung der Tabaksteuern und die Einführung von Einheitspackungen ohne Farben und Logos ein, um weitere Schritte im Kampf gegen den Tabakkonsum zu gewährleisten.

