Im Bistum Trier wurde der letzte Teil der Untersuchung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt veröffentlicht, wobei der Fokus auf den Bischöfen Marx und Ackermann lag. Diese Veröffentlichung könnte alte Diskussionen neu entfachen, da sie brisante Details und Fakten ans Licht bringt.
Stephan Ackermann, Leiter der Diözese seit 2009 und ehemaliger Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz, sowie Reinhard Marx, ehemaliger Bischof von Trier und Rücktrittsangebot an Papst Franziskus, stehen im Zentrum der Kritik. Marx wird insbesondere für mangelnde persönliche Aufmerksamkeit in Missbrauchsfällen gerügt, was zu Diskussionen über mögliche erneute Rücktrittsangebote führt.
Verglichen mit anderen Institutionen zeigt sich eine deutlich engagiertere Aufklärung in katholischen Bistümern. Dies wirft die Frage auf, welche Verantwortung die Bischöfe und die Kirche insgesamt in Bezug auf Missbrauchsfälle tragen und wie angemessen ihre Reaktionen sind.
Die Veröffentlichung des Gutachtens wird voraussichtlich neue Diskussionen über das Verhalten der Bischöfe und die Verantwortung der Kirche für Missbrauchsfälle auslösen. Die Reaktionen der Gesellschaft, insbesondere der Betroffenenverbände, bleiben abzuwarten.

