Montag, 09.02.2026

Wiesbaden baut neue Grundschule mit Sporthalle an der Wettinerstraße

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Mit einem symbolischen Spatenstich am 6. Februar hat in Wiesbaden der Bau einer neuen vierzügigen Grundschule an der Wettinerstraße begonnen. Auf dem Gelände im Südosten der Stadt soll ein Schulgebäude für rund 400 Schülerinnen und Schüler entstehen. Ergänzt wird das Projekt durch eine Zwei Feld Sporthalle, die vorrangig dem Schulbetrieb dienen soll, aber auch Vereinen zur Verfügung stehen kann.

Standort und städtebauliche Einordnung

Das ursprünglich große Grundstück wurde geteilt. Auf dem nördlichen Teil wird die Schule errichtet, auf dem südlichen Teil ist eine Kindertagesstätte geplant. Zwischen beiden Flächen ist laut Bebauungsplan ein öffentlicher Fußweg vorgesehen, der die Wettinerstraße mit einem Parkplatz an der Balthasar Neumann Straße sowie dem angrenzenden Wohngebiet verbinden soll.

Die neue Sporthalle ersetzt eine ältere Halle, die nach Fertigstellung der neuen Anlage abgerissen wird. Das Dach der Halle wird als Schulhof gestaltet und verbindet das Gebäude ebenerdig mit den Freiflächen, wodurch ein geschützter Aufenthaltsbereich oberhalb des Straßenniveaus entsteht.

Gebäude, Raumkonzept und Nachhaltigkeit

Das geplante Gebäude kommt auf rund 8 700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und fasst 16 Klassenräume. In den oberen Geschossen sind Cluster Lernbereiche vorgesehen, in denen Klassen zu autarken Einheiten zusammengefasst werden. Ergänzt werden diese Einheiten durch Differenzierungsräume, Teamräume, offene Lernzonen sowie nutzbare Außenflächen wie Terrassen und Balkone.

Im Zentrum des Neubaus liegt eine Aula mit Sitzstufenanlage, die als Versammlungsraum für schulische Veranstaltungen dient und außerhalb der Unterrichtszeiten gelegentlich von lokalen Gremien genutzt werden kann. Der Mensabereich ist so geplant, dass täglich bis zu 360 Essen in mehreren Schichten ausgegeben werden können.

Bei der Bauweise setzen die Planer auf eine Kombination aus Stahlbeton und Holz Massiv Elementen. Extensive Dachbegrünungen, Photovoltaikanlagen und eine dauerhafte Fassadengestaltung sind Teil des nachhaltigen Konzepts. Baudezernent Andreas Kowol betonte, dass das Projekt funktionale Architektur, nachhaltige Bauweise und eine sinnvolle Einbindung in das Quartier verbinde.

Zeitplan, Kosten und Trägerschaft

Die Verbau und Erdbauarbeiten sind für Januar bis Juni 2026 vorgesehen, die Rohbauarbeiten sollen im Juli 2026 beginnen. Die Fertigstellung ist voraussichtlich im Dezember 2028 geplant. Die reinen Baukosten werden mit rund 29,4 Millionen Euro brutto angegeben, das Gesamtbudget des Projekts liegt bei 51,2 Millionen Euro brutto.

Als Bauherrin und Betreiberin fungiert die WiBau GmbH. Das Unternehmen realisiert das Vorhaben im Rahmen eines Mietmodells und verweist auf einen engen und kooperativen Planungsprozess mit den städtischen Ämtern. Die Planung stammt vom Architekturbüro architektei mey aus Frankfurt am Main. Oberbürgermeister Gert Uwe Mende bezeichnete den Neubau als gezielte Investition in die Zukunft der Stadt und ihrer Kinder; Schuldezernent Hendrik Schmehl betonte, dass die Räume so gestaltet werden, dass individuelle Förderung und moderne Unterrichtsformen möglich sind.

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