Die italienische Finanzpolizei hat den weltweit tätigen Spirituosenkonzern Campari ins Visier genommen. Der Verdacht lautet auf Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit einer Fusion. Es wurden Stammaktien im Wert von beeindruckenden 1,3 Milliarden Euro sichergestellt.
Die Vorwürfe drehen sich um mutmaßliche steuerliche Verfehlungen bei Geschäften im Ausland, insbesondere um nicht gemeldete Exit-Tax-Gewinne. Es wird sogar behauptet, dass die Holding Lagfin eine betrügerische Steuererklärung eingereicht haben soll, was dem Fiskus einen Verlust von über 1,29 Milliarden Euro bescheren könnte.
Die Beschlagnahmung der Davide-Campari-Stammaktien, von denen Lagfin 51,8 Prozent hält, verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Situation. Die italienische Finanzpolizei vermutet große Unregelmäßigkeiten und einen erheblichen Steuerschaden durch Campari, der sich in beträchtlichen Summen auszudrücken scheint.

